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Thalia-SPB auf Ferienfahrt nach Österreich

- von Tina Schröder, Erzieherin im Sozialpädagogischen Bereich der Thalia-Grundschule - 

Anreise nach St. Veit im Pongau

Kurzes Lebenszeichen von uns: Seit nunmehr 12 h im Bus. Stop-and-go seit Ingoldstadt, Regen kam am Chiemsee dazu. Noch gut 1,5 Stunden, dann sind wir hoffentlich da. Der Ausblick nach draußen ist atemberaubend. Manometer, was für ein Ritt… Die Zeit zum Schluss wurde eng, der Roland, unser Busfahrer, durfte nämlich seine Fahrzeit bis Punkt 21 Uhr nicht überschreiten und hätte uns im Ernstfall samt Bus irgendwo stehen lassen müssen. Aber, 20:54 Uhr stand der Bus vor unserer Unterkunft. Applaus! Der Pool ist vor der Tür, spazieren können wir hier auch, alles verspricht ab jetzt wundervoll zu werden. 

Schönster Tag des Lebens

Da es für heute (!!!) kein straffes Programm gab, hatten alle Zeit und Ruhe für ein sehr liebevoll angerichtetes Frühstück. Und jede Menge Freizeit bis zum Mittag: Rein in die Badesachen, Arschbombenpolka in den Pool, waghalsige Stunts auf dem Trampolin, das erste Aufräumen der Zimmer :-). Die Kids, die nicht auf dem Gelände am Pool verweilen wollten, brachen zum Berggolf inklusive 4-stündiger Wanderung auf… die Löcher lagen doch ziemlich weit auseinander. Spaß hatten alle, Hunger auch, das Abendessen war sehr willkommen! Die Betreuer fanden sich zur Wochenplanung zusammen - auch sehr kräftezehrend, denn jeder will was Anderes, und alle wollen so viel wie möglich erleben! 

Sunday, Sunday

Frühstück topp wie immer, die Lunchies, Wander- und Badesachen gepackt und L O S auf den Geisterberg. Wundervoll die Gondelfahrt, das letzte Stück mit einem Traktor hoch in gut 2000 m Höhe. Oben angekommen: Alle los zur Geisterjagd. Toben auf diversen Spielplätzen. Mit einem Floß über einen klaren See schippern. Als die Kids ihre Geisterkarten voll hatten, begaben wir uns abwärts zur Gondelbahn. Einige Kinder haben die Sache mit Österreich und wandern noch nicht ganz gecheckt und maulten munter den Weg hinunter. Dabei sind wir nur bis zur Gondelbahn gelaufen und nicht noch 2,5 h weiter bis zum Bus. :-) Wandern und baden machen so richtig hungrig: Nur hatten einige das mit den Lunchpaketen nicht ernst genug genommen und sich nur eine kleine Stulle geschmiert. Das Abendessen war eine Erlösung! Als die Vorsuppe abgeräumt und der Hauptgang serviert wurde, stöhnte einige bereits auf: "Was, es gibt noch richtiges Essen? Ich habe schon 3 Teller Suppe gegessen." Ich freue mich auf die nächsten Tage. Und auf Gretels versprochenen Kaiserschmarren.

Der frühe Vogel usw.

Lunchies gepackt, aus dem gestrigen Tag gelernt und paar Schrippen mehr eingepackt. Auf zur Burg Werfen. Den Aufzug haben wir außer Acht gelassen und strammen Schrittes den Weg zur Burg erklommen. Es wurde bereits nach wenigen Metern geschnaubt, geschwitzt, gemeckert: "So weit musste ich in meinem ganzen Leben noch nicht gehen." Schnelle Führung durch die Burg, langes Besichtigen des Folterkellers: Zum Glück haben wir nicht vor 1000 Jahren gelebt. Falkner-Flugshow vor atemberaubender Gebirgskulisse: Spektakulär! Alle waren glücklich, dass sie bis zum Grillen am Abend noch genügend Freizeit auf dem Gelände hatten: Chillen, baden, Trampolin, Qwirkle, Tischtennis. Ferienlager halt. "Frau Schröder, ich bin jetzt schon traurig, dass wir bald wieder nach Hause fahren. An das Leben hier könnte ich mich gewöhnen."

Eine Frage noch!

Liebe Eltern! Eines mal so zwischendurch, weil heute auch schon Bergfest ist: Heimweh kennen wir hier gar nicht! Und herrlich, wenn ein Kind um die Ecke gebogen kommt und ruft: "Nur noch eine Frage, Frau Heide." "Die letzte Frage für heute, Frau Schröder." "Herr Hansel, nur noch eine kurze Frage." Überhaupt nennen die Kids gerne unsere Namen, bevor sie losquasseln. Gerne auch noch am Ende des Satzes, einfach mal zwischendurch oder ganz oft hintereinander, bis endlich jemand zuhört. :-) Wir hatten den Kids gestern Abend freigestellt, ob sie den Skispringern beim Training zusehen und ins Freibad wollen oder wir in 2300 m Höhe gondeln, um über eine 140 m lange Hängebrücke zu wandern. Tja, unsere Kids sind cool und entschieden sich für Höhenangstbekämpfung. 

H²O Hoch 3

Ausflug nach Salzburg: Im Zick-Zack-Schritt mit der munteren Meute durch Salzburg, die Altstadt suchend. Die Altstadt, ähnlich belebt wie die Warschauer Brücke in einer warmen Sommernacht… Sehr glücklich, dass die Grüppchen mit den Großen – die Kleinen behielten wir bei uns – pünktlich am verabredeten Treffpunkt wieder ankamen! Abschluss in Salzburg war dann Schloss Hellbrunn mit Wasserspielen. Der Fürst hatte sich einiges einfallen lassen, um seine Gäste – und viele Jahre später auch uns – zu unterhalten. Wir bekamen mächtig was geboten und auch mächtig was ab! Und wenn die Schlaumeier sich in Sicherheit wähnten, kamen aus dem Hinterhalt versteckte Wasserstrahlen. Es wurde geschrien, gejubelt, geschubst und gelacht. Alle nass, auch unser Roland. 

Stay cool at the Pool

Beim Wecken der Mädels schlug das erste gerade so die Augen auf. "Frau Schröder, verdammt, es ist Mittwoch. Oh nein, jetzt haben wir ja nur noch 2 Tage. Das macht mich traurig." Am Nachmittag sprach ein Kind Herrn Hansli an: "Herr Hansli! Eine kurze Frage. warum vergeht denn die Zeit hier so schnell?" "Zeit verfliegt immer, wenn etwas schön ist." "Gut, dann möchte ich, dass es ab jetzt nicht mehr schön ist." :-) Spaß und Schabernack, Sommer und Ferienlager. Am Abend in die Therme Amadé: Wahnsinn. Wellenbecken, diverse beheizte Solebecken. Beheizter Salzwasserpool draußen mit Wirbelstrom. Sonnenschein und Blick auf die Berge. Drei gespenstisch wirkende Riesenrutschen, diverse Saunen, ein Sportbecken mit Sprungtürmen. 

Freitag, der 13.

Kofferpacken mag ja jeder und so waren alle emsig mit Suchen, Stopfen und Meckern beschäftigt. Ob morgen auch alle Sachen in Berlin ankommen, weiß keiner so genau. Die restlichen, noch rumliegenden und niemandem gehörenden Klamotten wurden meistbietend verhökert. Es trafen einige Eltern ein. Die Badesachen wurden angezogen, die Discomaschine angeschmissen, das Lagerfeuer gezündet. Das Feuer brennt, die Wehmut ist groß, die Stimmung ausgelassen. Niemand will ins Bett, niemand will nach Hause. Was haben wir die Woche für tolle Sachen mit tollen Kindern erlebt! Und was haben wir alles gelernt:

  • was festes Schuhwerk bedeutet,
  • dass ein Brötchen im Lunchpaket nicht reicht, 
  • dass die Salzburgerland Card sich wirklich lohnt,
  • wie freundlich die Österreicher sind,
  • wie toll Ferienlager ist,
  • 14 Stunden im Bus zu sitzen ohne auszuflippen,
  • Höhenangst in der Gemeinschaft zu überwinden.

Wir machen noch ein bisschen Party. Schlafen können wir morgen im Bus. Wir sagen Servus Österreich!

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