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Sprungbrett in die soziale Berufswelt

von Stefanie Theile

Die Ausbildung als Sozialassistent/Sozialassistentin gilt als optimaler Einstieg in die soziale Berufswelt. Seit 2019 macht auch die tjfbg gGmbH mit der Eröffnung der Berufsfachschule für Sozialassistenz diese Chance möglich. „Für junge Menschen mit der erweiterten Berufsbildungsreife ist die Ausbildung zum Sozialassistent/zur Sozialassistentin eine wunderbare Möglichkeit in das soziale Berufsfeld einzusteigen. Innerhalb von zwei Jahren können die Auszubildenden neben ihrem Abschluss zum Sozialassistenten/zur Sozialassistentin auch ihren Mittleren Schulabschluss erlangen. Das Zusammenspiel von Praxisphasen durch sozialpflegerische, hauswirtschaftliche und sozialpädagogische Praktika sowie dem theoretischen Input in der Schule ist eine gute Vorbereitung für den Start in das Berufsleben als Sozialassistent/Sozialassistentin oder die anschließende Ausbildung zum staatlich anerkannten Erzieher/zur staatlich anerkannten Erzieherin.“ So fasst Danny Stange, der Koordinator für die Berufsfachschule, die Aussichten der Ausbildung zum Sozialassistent/zur Sozialassistentin zusammen. 

Und genau diese Absicht verfolgt die tjfbg gGmbH mit der Gründung der Berufsfachschule für Sozialassistenz: Möglichst vielen interessierten Menschen den Einstieg in die soziale Berufswelt zu ermöglichen, auch ohne den Mittleren Schulabschluss.

Auch die Auszubildenden des ersten Jahrgangs der Berufsfachschule für Sozialassistenz (Klasse SoA 1) finden diesen Weg des Beginns einer beruflichen Laufbahn im sozialen Arbeitsfeld für sie sehr aussichtsreich. Neben der Möglichkeit die Voraussetzungen für die Ausbildung zum Erzieher/zur Erzieherin zu erlangen, schätzen sie besonders die Vielseitigkeit der Lernfelder. Diese reichen von der Vermittlung pflegerischer und hauswirtschaftlicher Kompetenzen über den Beziehungsaufbau zu Menschen verschiedenen Alters bis hin zum Kennenlernen und Begleiten musisch-kreativer Prozesse und bündelt sich in der Entwicklung einer beruflichen Handlungskompetenz und Identität. Zudem ermöglicht die geringe Klassengröße ein sehr gutes Lernklima.

Alle fünf Auszubildenden haben Vorerfahrungen im sozialpädagogischen Arbeitfeld, viele von ihnen in Einrichtungen der tjfbg und Käpt’n Browser gGmbH, und haben sich aus diesen Erfahrungen heraus für die Ausbildung an der Berufsfachschule für Sozialassistenz entschieden. So war Tobias Lange während seines Bundesfreiwilligendienstes in einer Kindertageseinrichtung tätig. Marco Kösling hat ein Freiwilliges Soziales Jahr im Sozialpädagogischen Bereich einer Grundschule absolviert. Beyza Bayraktar und Betül Cakan arbeiten beide seit mehreren Jahren als Honorarkräfte in einem Kinder- und Jugendclub. Ghaeth Rashid ist in einem Stadtteilzentrum ehrenamtlich tätig. Sie arbeiten daraufhin im Anschluss die Ausbildung zum staatlich anerkannten Erzieher/zur staatlich aner-kannten Erzieherin zu absolvieren. Über-einstimmend äußern die Auszubildenden, 
dass ihre derzeitige Ausbildung ein gutes Sprungbrett dafür ist. Die pädagogischen Arbeitsfelder, die sie sich vorstellen können, reichen von Kindertageseinrichtungen über die offene Jugendarbeit bis hin zu den Sozialpädagogischen Bereichen von Grundschulen. Aber bei einem sind sich alle einig, sie möchten Vertrauenspersonen für Kinder und Jugendliche sein und sie in ihrer Entwicklung begleiten und unterstützen. 
1, 2, 3 Sprung! 

Motivation der Auszubildenden für eine Ausbildung im sozialpädagogischen Arbeitsfeld:

  • Der Auszubildende Marco Kösling schätzt vor allem die aktive Zusammenarbeit mit den Menschen. Er kann sich vorstellen später in einem Sozialpädagogischen Bereich einer Grundschule zu arbeiten und die Kinder von der ersten bis zur sechsten Klasse zu begleiten. Es ist ihm wichtig Kinder über einen längeren Zeitraum in ihrer Entwicklung zu begleiten und zu unterstützen. 
  • Für die Auszubildende Beyza Bayraktar ist das Vertrauen zwischen Kindern und Erwachsenen besonders wichtig. Sie erklärt, dass sie früher keine Erzieherin hatte, an die sie sich wenden konnte, wenn sie es gebraucht hätte. Sie möchte eine Bezugsperson für Kinder und Jugendliche sein, der sie vertrauen können und die sie unterstützt.
  • Die Auszubildende Betül Cakan beschreibt ihr späteres Berufsziel Erzieherin als Traumberuf. Sie kommt aus einer Familie mit vielen Erzieherinnen und sie wusste früh, dass sie diesen Beruf ebenso erlernen möchte. Sie beschreibt, dass sie die Arbeit mit Kindern sehr wertschätzt, sich ihrer Vorbildfunktion bewusst ist und vor allem auch Ansprechperson für religiöse Fragen der Kinder sein möchte. 

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