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Sonderkommission "Mission Possible – der große Fang der tjfbg"

von Stefanie Theile

Am 03. Februar 2021 arbeiteten im Rahmen der schulübergreifenden Aktion „Sonderkommission Mission Possible – der große Fang der tjfbg“ 97 Kinder in 17 Fahndungsgruppen zusammen, um eine international tätige Verbrecher*innenbande zu überführen. 

Es war eine Reihe von Einbrüchen in Berliner Grundschulen zu verzeichnen. Auffällig dabei war, dass jeweils nur in die Sozialpädagogischen Bereiche eingebrochen wurde. Entwendet wurden Gesellschaftsspiele, Spielgeräte, Bargeld, Diensttelefone, Computer und Tablets. Die Ermittlungen der Polizei liefen auf Hochtouren und trotzdem ereigneten sich weitere Einbrüche. Die Polizei wendete sich schließlich an die tjfbg gGmbH und bat um Mithilfe. Herr Hänsgen – der Geschäftsführer – bat sofort die pädagogischen Fachkräfte und Kinder um Hilfe. Es wurde die Sonderkommission „Mission Possible“ ins Leben gerufen. Aufgabe der Sonderkommission war es verdächtige Spuren zu verfolgen und so die Verbrecher*innenbande zu überführen. Die Aufgaben und Hinweise für die einzelnen Fahndungsgruppen erfolgten digital mittels der Apps Actionbound und PhonoPaper.

Bevor die Ermittlungen starten konnten, gab sich jede Fahndungsgruppe einen Gruppennamen, damit sie sich in brenzligen Situationen gut und schnell verständigen können. Die Gruppennamen wurden aus den Namen der teilnehmenden Kinder mittels einer Aufgabenstellung ermittelt. Dann wurden Ermittlungsausweise erstellt. Auf diesen hielten sie einen Fingerabdruck, ihren Namen und ihre Spezialfähigkeit fest. Nachdem beides per App der Fahndungsleitung übermittelt wurde, konnten die Ermittlungen starten. 

Die Zentrale der Sonderkommission lies den einzelnen Fahndungsgruppen u. a. ein zerrissenes Foto zukommen, dass während der Spurensicherung entdeckt wurde. Das Foto musste zusammengepuzzelt werden und führte zu einem Ort, der überprüft werden sollte. Dort angekommen musste die Umgebung überprüft und wichtige Details digital an die Zentrale der Sonderkommission weitergeleitet werden. Es wurde ein weiteres zerrissenes Foto übermittelt. Wieder ein verdächtiger Ort, der auf Hinweise untersucht werden musste. Am gesuchten Ort angekommen erhielten die Fahndungsgruppen die Nachricht, dass eine verdächtige Person mit einer großen Tasche aus der Schule gekommen und in einem blauen Smart davongefahren sei. Nun hieß es Augen auf und nach einem blauen Smart Ausschau halten. Einige Fahndungsgruppen entdeckten auf ihrer Ermittlungstour einen blauen Smart und leiteten ein Beweisfoto an die Zentrale weiter. Es wurden weitere Orte untersucht und weitere Aufgaben gelöst. Schließlich schaltete sich „Interpol“ ein und gab weitere Hinweise zur gesuchten Verbrecher*innenbande. Die Fahndungsgruppen mussten ihre Fremdsprachenkenntnisse unter Beweise stellen, verschlüsselte Codes knacken, Hinweise zur Verbrecher*innenbande finden und weitere Orte ermitteln. Aber die Bande war immer noch nicht gefasst. Vor einer gemeinsamen Besprechung aller Fahndungsgruppen, kam die Nachricht rein, dass eine verdächtig aussehende Person im Schulgebäude gesichtet wurde. Allerdings hatte sie einen Hoodie über ihr Gesicht gezogen und war nicht zu erkennen. Während der Besprechung bestätigte sich der Verdacht, dass die Verbrecher*innenbande tatsächlich vor Ort war. Die Spurensuche ging weiter. Auch wenn die Dieb*innen versucht haben ihre Spuren zu verwischen, waren sie nicht gründlich genug und haben Fußspuren und Fingerabdrücke hinterlassen. Anhand der Fußabdrücke wurden Schuhgrößen ermittelt, welche von der Fahndungsleitung mit der Verbrecher*innenkartei abgeglichen wurden. Anhand eines Ausdrucks prüften die Fahndungsgruppen, welcher Fingerabdruck neu hinzugekommen ist. Dann eine Nachricht der Fahndungsleitung: Im Supermarkt wurden alle Lutscher gestohlen. Während der Spurensicherung fanden die Fahndungsgruppen dann tatsächlich einige Lutscher und leiteten diese Information gleich an die Zentrale weiter. Besteht da etwa ein Zusammenhang zwischen den Diebstählen im Supermarkt und in den Schulen? Die Hinweise reichten leider noch nicht aus, um die Bande zu überführen. Doch dann kam ein Anruf einer Zeugin, die während der Tatzeit ein ungewöhnliches Geräusch gehört hatte. Ein Mitglied der Verbrecher*innenbande schien etwas Merkwürdiges in seiner Manteltasche gehabt zu haben. Anhand von Pappröhren, die mit verschiedenen Materialien gefüllt waren und Audiodateien fanden die Fahndungsgruppen heraus, dass ein Mitglied der Verbrecher*innenbande Teelichthülsen in seiner Manteltasche hatte. Es musste sich mit Teelichtern den Weg im Dunkeln geleuchtet haben. Während die Fahndungsgruppen weiter gewissenhaft Spuren sicherten, wertete die Polizei das Videomaterial der Überwachungskamera des Supermarktes aus, in welchem die Lutscher gestohlen wurden. Sie konnte mittels ihrer Datenbank vier Personen ermitteln. Zum Abgleich bat sie die Fahndungsgruppen die Verbrecher*innen mittels eines Fotoschnipsels, den sie während der Spurensicherung gefunden haben, zu identifizieren. Die Polizei schien die Bande bald schnappen zu können. Ein letztes Mal war die Hilfe der Fahndungsgruppen gefragt. Eine geheime Botschaft musste mittels der PhonoPaper App entschlüsselt werden. Der geheime Treffpunkt der Bande konnte schließlich ermittelt werden. Und es ist geschafft! Die Polizei konnte die Bande festnehmen. 

Am Ende dieser spannenden und aufregenden digitalen schulübergreifenden Aktion erhielten alle teilnehmenden Kinder eine Urkunde für die erfolgreiche Fahndungsarbeit sowie eine Tasse, die sie selbst bemalen und nach Belieben befüllen können. Auch diese schulübergreifende Aktion wurde mit viel Aufwand, Liebe zum Detail und Engagement aller Beteiligten gestaltet und hat den Kindern und den begleitenden pädagogischen Fachkräften jede Menge Spaß und Action beschert. Und wer weiß, vielleicht wurde der ein oder andere Berufswunsch als Polizist*in durch diese Aktion gestärkt

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