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Jogo da Onça - Jaguarspiel

Hunde oder Jaguar? Gewinnen kann man nur mit Strategie. Ein altes Spiel der Ureinwohner Brasiliens.

Ziel

  • Aufmerksamkeit, Konzentration, logisches Denken fördern
  • Strategien (als Voraussetzung für Problemlösungskompetenz) entwickeln

Hintergrund

  • Das Jaguarspiel Jogo da Onça wird von Indianerstämmen in verschiedenen Regionen Brasiliens gespielt. Sie spielten es bereits vor der Ankunft der Europäer in Südamerika im 16. Jahrhundert.
  • Sie zeichneten das Spielfeld mit einem Stock auf den Boden und verwendeten Steine, um die Tiere darzustellen. Onça ist der portugiesische Name für Jaguar. Der Jaguar ist die einzige Großkatze auf dem amerikanischen Kontinent und heute fast nur noch in Südamerika verbreitet

Ablauf

  • Ein Kind spielt den „Jaguar“, das andere die „Hunde“.
  • Der Jaguar beginnt: Er kann sich in alle Richtungen bewegen (horizontal, vertikal, diagonal, vorwärts, zurück). Ein Hund ist gefangen, wenn der Jaguar ihn überspringt. Ein Hund kann übersprungen werden, wenn das Feld hinter ihm frei ist. Wie beim Damespiel können in einem Zug mehrere Hunde übersprungen werden. Gefangene Hunde werden vom Spielbrett entfernt.
  • Die Hunde können sich ebenfalls so bewegen, wie der Jaguar, aber nicht springen.
  • Spielziel: Der Jaguar gewinnt, wenn er fünf Hunde fängt. Oder die Hunde gewinnen, wenn sie den Jaguar umstellen, so dass er sich nicht mehr bewegen kann.
  • Vorsicht: Wenn der Hund in die Falle geht und sich nicht mehr bewegen kann, gewinnt der Jaguar!

Erweiterung

  • Für Spielfiguren und Spielfeld können an beliebigen Orten verfügbare Materialien verwendet werden.
  • Spielfeld mit Kreide auf Straße, mit Stöcken in Sand, mit Stiften auf Papier ... malen.
  • Als Spielfiguren Kieselsteine, Perlen, Knöpfe, Flaschenverschlüsse, Bohnen … verwenden.

Inklusiv gedacht

  • Das Spiel ist nonverbal, die Spielregeln können gut durch Vormachen/Bilder vermittelt werden.
  • Spielfiguren aus gut fühl- und greifbaren Material unterstützen bei motorischen Einschränkungen.