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Workshops Berlin

  • Medienkompetenz für Alle.
  • Assistive Technologien & barrierefreie Medien.
  • Inklusion und Sensibilisierung.

Die Workshops werden inhaltlich, zeitlich und barrierefrei angepasst.
Preis auf Anfrage.

Leiterin Susanne Böhmig
Wilhelmstraße 52
10117 Berlin
berlin@barrierefrei-kommunizieren.de
Fon 030 97 99 13 195

Wir entwickeln Workshops rund um assistive Computertechnologien, barrierefreie Medien, Inklusion und Medienkompetenz für pädagogische Fachkräfte, Kinder und Jugendliche, aber auch alle anderen Interessierten (z. B. aus Unternehmen, Behörden oder gemeinnützigen Einrichtungen). Wir stimmen unsere Angebote auf Ihre inhaltlichen und zeitlichen Bedarfe ab. Informieren Sie uns, wenn Sie barrierefreie Informationsvermittlung oder ein angepasstes pädagogisches Konzept benötigen.

Workshops: Medienkompetenz für Alle

Medienworkshop für Schulklassen

Aufwachsen heute bedeutet Aufwachsen mit digitalen Medien. Sich mit Kindern & Jugendlichen mit den vielfältigen Facetten des Mediengebrauchs auseinanderzusetzen ist auch Aufgabe der Schule. Über unser Projekt M.I.X. unterstützen wir Schulen im Bezirk Mitte beim Einstieg! Unser Medienworkshop bietet einen Rundumschlag zu verschiedenen Themenbereichen im Kontext jugendlicher Mediennutzung:

  • Reflexion des eigenen Mediengebrauchs
  • Umgang mit Sozialen Medien
  • Prävention von Cybermobbing
  • Datenschutz
  • Kreative Medienproduktion mit Smartphones und Tablets (z.B. Film-Erstellung, Making & Coding- Angebot)

Zielgruppe: Schulklassen

Aktive Medienarbeit inklusiv - Mit Medien-Apps und Storytelling-Methoden

Aktive Medienarbeit kann inklusive Settings stärken, denn in kreativen Projekten gibt es unterschiedliche Beteiligungsmöglichkeiten und Zugänge. Gerade Tablets eignen sich sehr gut für den Einstieg in die inklusive Medienarbeit:

  • Tablets und Medienproduktions-Apps sind leicht bedienbar.
  • Es gibt assistive Anpassungsmöglichkeiten.
  • Medienprodukte können audiovisuell so gestaltet werden, dass auch Teilnehmende mit Sinnesbehinderung diese gestalten und wahrnehmen können.

Im Workshop lernen die Teilnehmenden zunächst einige Storytelling-Methoden - von StoryCubes bis zum Geschichtenbaukasten - kennen.

Sie entwickeln eigene Geschichte, die sie mit verschiedenen, einfach bedienbaren Medienproduktions-Apps umsetzen - z. B. als Stop-Motion- oder Animations-Film, als E-Book oder als Comic.   

Zielgruppe: Pädagogische Fachkräfte

Kreative Medienarbeit mit Book Creator

Mit der App Book Creator lassen sich kinderleicht eigene multimediale E-Books erstellen. Geschriebene und gesprochene Texte, gemalte Bilder, Formen, Kartenausschnitte, Links und Dateien aller Art (z. B. Video- und Audio-Dateien) können hier nach Belieben zusammengefügt werden. Aufgrund des übersichtlichen Funktionsumfangs sowie der Einfachheit der Bedienung eignet sich Book Creator insbesondere auch für inklusive Settings sowie die Arbeit mit jüngeren Zielgruppen.

Ob Rausgehen und die Umwelt erkunden, Sprache entdecken oder in Kombination mit Storytelling-Methoden multimediale Geschichten erstellen: Es ergeben sich vielfältige Projektideen in unterschiedlichen Themenbereichen. Im Workshop lernen die Teilnehmenden die Arbeit mit Book Creator kennen und setzen darauf aufbauend erste eigene Projektideen um.

Zielgruppe: Pädagogische Fachkräfte

Selbermachen - Einsteigen ins Making und Coding

Ein Einstieg in die Welt des Codings und Makings gelingt nur durchs Selbermachen! Der praktische Anteil dieses Workshops ist also sehr hoch. In lockerer Atmosphäre werden grundlegende Programmierlogiken vermittelt. Vorwissen ist nicht nötig!

Nach einer ausführlichen Einstiegsphase, in der sich die Teilnehmenden die Grundlagen der Programmiersprache Scratch aneignen, schlagen wir die Brücke vom Coding zum Making: Selbst programmierte oder bereits vorhandene Programme sollen mit selbst gebastelter, assistiver Technologie bedient werden. Mit Makey Makey werden eigene Eingabegeräte gebaut und die Making-Potenziale im Hinblick auf assistive Technologien und auf die Förderung eines allgemeinen Inklusionsverständnisses erörtert.

Eine weitere Lernstation mit einfachen Programmiertechnologien vermittelt einen inklusiven Einstieg in die Welt der Computersprachen.

Zielgruppe:

  • pädagogische Fachkräfte
  • Kinder, Jugendliche, Schulklassen

Robotik Einführung

Roboter und digitale Helfer begegnen uns immer häufiger im Alltag und übernehmen zunehmend Aufgaben in unserer digitalisierten Gesellschaft. Dieser Workshop soll einen Überblick darüber verschaffen, welche Arten von Robotern es bereits gibt, wie sie funktionieren und wie man sie programmiert. Ebenso sollen gesellschaftliche Chancen und Risiken, welche durch den Einsatz von Robotern entstehen können, gemeinsam diskutiert werden. 

Abschließend wollen wir unsere eigenen Roboter programmieren und mit diesen kleine Aufgaben lösen. Der praktische Teil des Workshops wird nach Absprache entweder mit mBot Robotik Kits oder dem Lego WeDo System umgesetzt.

Zielgruppe: Kinder & Jugendliche, Schulklassen

Stadt der Zukunft

Lange Staus zu Stoßzeiten, Abgase und Lärm. Weltweit verstopfen Autos täglich unsere Innenstädte. Bereits heute gibt es schon selbstfahrende Autos und Busse in unseren Städten und andere spannende Fortbewegungsmittel. Gemeinsam mit Euch möchten wir nicht nur eine Stadt bauen, in der sich hauptsächlich selbstfahrende Roboter bewegen können, sondern auch kreative Lösungen entwickeln, wie eine Stadt der Zukunft mit wachsendem Verkehrsaufkommen umgehen könnte. Hierzu werden wir mit unterschiedlichen Recyclingmaterialien arbeiten und konstruieren. Mit einer einfach zu erlernenden Programmiersprache werden wir zudem aus Robotern selbstfahrende Autos programmieren.

Zielgruppe: Kinder & Jugendliche, Schulklassen

Making & Coding im Unterricht

Dieser Workshop richtet sich speziell an Lehrkräfte in Schulen: Sie lernen einfache Programmierwerkzeuge für Kinder & Jugendliche wie z. B. Calliope mini, Scratch, Makey Makey, Osmo Coding…kennen und erfahren, welche Anknüpfüngspunkte sich daraus für ihren Unterricht ergeben.

Das geht über das Thema informatische Grundbildung hinaus - es sollen z. B. Unterrichtsideen für Fächer wie Deutsch, Mathe, Musik und Kunst sowie für fächerübergreifende Projekte aufgezeigt, gemeinsam entwickelt und diskutiert werden.

Zielgruppe: Lehrkräfte

Umgang mit und in sozialen Medien

WhatsApp, YouTube, Instagram... Bei einem Großteil der Kinder und Jugendlichen sind soziale Medien fest im Alltag verankert. Sie dienen ihnen auf vielfältige Weise der Kommunikation und Information. Aber es gibt auch bei der Nutzung einiges zu beachten, was nicht unbedingt beim versehentlichen darüber Stolpern erst leidvoll erfahren werden muss. Die beiden Schwerpunkte im Workshop liegen auf Datensicherheit und Cybermobbing. Die Teilnehmenden werden in verschiedenen Übungen, Gruppendiskussionen und Rollenspielen für Stolperfallen in sozialen Medien und für Cybermobbing sensibilisiert. Ziel des Workshops ist die gemeinsame Entwicklung einer Klassen- bzw. Gruppenregelung über den Umgang mit sozialen Medien.

Zielgruppe: Kinder & Jugendliche, Schulklassen

Elternabend/-arbeit zum Thema Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen und Soziale Medien

"Als ich so alt war wie mein Kind, gab es noch kein Handy …" Über einen medienbiografischen Einstieg in das Thema werden zunächst die unterschiedlichen Erfahrungen der Generationen und die rasante Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologien deutlich. Darauf aufbauend setzen wir uns mit sozialen Medien und mit der Frage auseinander, wie ein konstruktiver Austausch zwischen Erwachsenen und Heranwachsenden über den Umgang mit sozialen Medien gelingen kann und welche Herausforderungen für Eltern und pädagogische Fachkräfte damit verbunden sind. 

Zielgruppe: Eltern

Workshops: Barrierefreie Kommunikation, digitale Medien, Inklusion

Assistive Technologien im Überblick

Assistive Technologien unterstützen Menschen mit Behinderung beim Zugang zu digitalen Medien und ermöglichen Kommunikation und Information für alle. Wir geben einen Überblick über technische Möglichkeiten. Im Erlebnisparcours können assistive Technologien selbst ausprobiert werden.

Beispiele: 

  • Alternative Eingabegeräte für Menschen mit Körperbehinderung (z. B. Taster, Kopf- oder Augensteuerung) 
  • Vergrößerungstechnologien für Menschen mit Sehbehinderung
  • Kommunikationsgeräte für Menschen mit Sprachbehinderung
  • Lern- und Informationssysteme für Menschen mit Lernschwierigkeiten
  • E-Rollstuhl-Simulator

Tablets und Smartphones als assistive Technologien

Der Workshop bietet einen Überblick über die assistiven Möglichkeiten von Tablets und Apps.

Themen:

  • Bedienungshilfen in iOS-Geräten: Was sie können, wo man sie findet und wie man sie (de-)aktiviert. Die Bedienungshilfen sind bereits vorinstalliert. Sie vergrößern, verändern Farben, lesen digitalen Text vor, passen die Touchbedienung an und ermöglichen eine Bedienung mittels Sprachsteuerung. 
  • Apps für Menschen mit Sprach-, Seh- und Hörbehinderung: Apps für die schrift- oder symbolbasierte Unterstützte Kommunikation (UK). Apps zur Erkennung von Farben, Objekten und gedruckten Text. App für Live-Untertitel.
  • App-Tipps für mehr Teilhabe: Zum Beispiel um Kinofilme mit Untertitel und Audiodeskription zu schauen, Infos zu barrierefreien Zugänglichkeit von Einrichtungen zu erhalten oder sich etwas beschreiben zu lassen, wenn man selbst nicht sehen kann.

Barrierefreie Lernsoftware und Apps für inklusives Lernen

Die im Workshop vorgestellten Lern-Apps werden getestet und hinsichtlich ihrer Einsatzmöglichkeiten, aber auch ihrer Grenzen bewertet. Einen Überblick über die im Workshop vorgestellten Apps und Software bietet unsere Broschüre Barrierefreie Lernsoftware und Apps für inklusives Lernen

Themen:

  • Inklusive Lern-Apps für erstes Rechnen, Lesen und Schreiben und für den barrierefreien Zugang zu digitalen Arbeitsblättern
  • Barrierefreie Lernsoftware (Tasterbedienbare Lernsoftware, Software bei Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten, barrierefreie Schulsoftware, die Kindern, die nicht handschriftlich schreiben können, das Ausfüllen von Arbeitsblättern ermöglicht).

Der Workshop kann gut kombiniert werden mit dem Thema inklusive, kreative Medienarbeit: Dabei erstellen die Teilnehmenden mit einfach bedienbaren Medienproduktions-Apps und Storytelling-Methoden ein multimediales E-Book oder einen Trickfilm.

Barrierefreies Internet ganz praktisch

Der Workshop stellt die Grundlagen des barrierefreien Internets und der Barrierefreien Informationstechnikverordnung (BITV 2.0) vor. Ganz praktisch wird gezeigt, was jede*r - ohne Programmierkenntnisse - zur digitalen Barrierefreiheit beitragen kann: Wir zeigen, wie man Inhalte im Internet und Office-Dokumente barrierefrei gestaltet, z. B. durch die Verwendung von Überschriftenformatierungen und das Einfügen von Alternativtexten.

Digitale Medien sind gerade für Menschen mit Behinderung sehr wichtig, da behinderungsbedingte Einschränkungen ausgeglichen werden können. Durch die Digitalisierung vieler Lebensbereiche haben sich neue Teilhabemöglichkeiten entwickelt. Damit Menschen mit Behinderung digital gleichberechtigt unterwegs sein können, müssen Webseiten und Dokumente barrierefrei gestaltet sein. 

Dokumente barrierefrei gestalten

Blinde Menschen erfassen digitalen Dokumente mit einem Screenreader über Sprachausgabe und/oder eine Braille-Zeile. Digitale Dokumente wie Word und PDF müssen dafür barrierefrei erstellt werden. Im Workshop wird praktisch gezeigt, wie sich Microsoft-Word-Dokumente barrierefrei erstellen lassen. Diese lassen sich in relativ barrierearme PDFs umwandeln.

Themen:

  • Was bedeutet Barrierefreiheit in Bezug auf digitale Dokumente? Rechtliche Situation. Möglichkeiten und Grenzen von MS Word um barrierearme PDF-Dokumente zu erstellen.
  • Word-Dokumente barrierefrei gestalten durch Formatvorlagen, Alternativtexte, Layouts.
  • Barrierefreiheitsprüfung in Word: Was bedeuten die Fehlermeldungen? Fehler beheben.
  • Word-Dokumente als PDF exportieren: Was dabei zu beachten ist.
  • PDFs mit den kostenfreien Tools PAC und PAVE auf Barrierefreiheit checken, einfache Korrekturen vornehmen.

Wichtig: Mit diesem Vorgehen lässt sich bei den meisten Dokumenten eine ausreichende Benutzbarkeit für Screenreader-Nutzer erreichen. Bei Dokumenten, die aktive Formulare oder komplizierte Layouts beinhalten, reicht das Vorgehen aber nicht aus und es ist eine Nachbearbeitung mit dem kostenpflichtigen Programm Adobe Acrobat notwendig. Das ist nicht Inhalt unserer Schulung. 

Untertitel, Alternativtexte und Co.: Jede*r kann was tun für mehr digitale Barrierefreiheit!

Dieser Workshop richtet sich an alle, die digitale Inhalte im Netz publizieren und mehr für digitale Barrierefreiheit im Netz tun wollen - und das ohne Programmierkenntnisse und komplizierte Tools!

Themen:

  • Alternativtexte für Bilder und Grafiken in Office-Dokumenten, Wordpress-Blogs und anderen Content Management Systemen (CMS), Facebook, Twitter, Instagram
  • Untertitel mit YouTube erstellen (und ohne YouTube weiter nutzen)
  • Richtige Überschriftenformatierung in Word, Wordpress und anderen CMS: Warum sie so wichtig ist für digitale Barrierefreiheit

Einführung in die Unterstützte Kommunikation (UK)

Unterstützte Kommunikation (UK) bezeichnet alle Hilfen, um die Kommunikation von Menschen ohne (verständliche) Lautsprache zu fördern. Das können Gebärden, Bildkarten und technische Hilfen sein: Mit schrift- oder symbolbasierter Kommunikationssoftware werden Computer und Tablets zu sogenannten "Talkern". Der Workshop bietet einen Einstieg in das Thema und stellt als Beispiele zwei Apps für die symbol- und schriftbasierte UK vor.

Im praktischen Teil wird mit der einfach bedienbaren App Book Creator ein einfaches E-Book mit Bildern und Sprachaufnahmen erstellt. Auf diese Weise erstellte "Ich-Bücher" und einfache Tagebücher bieten auch Menschen ohne Lautsprache eine Chance, von sich und ihrem Alltag zu erzählen.

Behinderung in Wort und Bild: Alle erreichen mit Kommunikation auf Augenhöhe

Kommunikation, an der jede*r teilhaben kann und die auf Augenhöhe stattfindet, ist eine wichtige Voraussetzung für eine inklusive Gesellschaft mit Teilhabemöglichkeiten für alle. Kommunikation auf Augenhöhe bedeutet: Wahrnehmung von Menschen mit Behinderung als Mensch mit vielfältigen Persönlichkeitsmerkmalen auch jenseits der Behinderung. Keine Reduzierung auf Behinderung. Vermeidung von Klischees und Stereotypen. Im Workshop werden z. B. Ausdrücke, Werbekampagnen, YouTube-Videos, mediale Debatten und mehr vorgestellt und diskutiert. Außerdem: Tipps, wie man behinderungsbedingte Kommunikationsbedürfnisse berücksichtigt. 

Inhalte: 

  • Behinderungs-Begriffe: Was "darf" man eigentlich sagen?
  • Darstellung von Menschen mit Behinderung in den Medien. Beispiele für eine inklusive, zeitgemäße mediale Darstellung bzw. Ansprache von Menschen mit Behinderung.
  • Behinderungsspezifische Kommunikationsbedürfnisse berücksichtigen.

Besser kommunizieren mit Menschen mit Hörbehinderung

Hörbehinderungen sind "unsichtbar" und zugleich stark einschränkend. Obwohl sich die Partizipations- und Kommunikationsmöglichkeiten durch technische Entwicklungen (z. B. verbesserte Hörtechnik, Untertitel, Mail/ SMS) stark verbessert haben, ist das Wichtigste ein Umfeld, das die Hörbehinderung durch entsprechende Kommunikationsstrategien berücksichtigt. Im Workshop wird auf die verschiedenen Bedarfe von Menschen mit Hörbehinderung eingegangen, Kommunikationsregeln erarbeitet und Möglichkeiten für besseres Kommunizieren und Teilhabe - vom Schriftdolmetschen bis zur Untertitel-App - vorgestellt. Jüngere Schülerinnen und Schüler werden spielerisch, z. B. durch Lippenleserätsel und Fingeralphabet, Rollenspiele mit Spielfiguren, an das Thema herangeführt und für andere Kommunikationsformen sensibilisiert.

“...behindert wird man!”: Grundlagen, Rollenspiele und Sensibilisierung rund um Inklusion

"Behindert ist man nicht, behindert wird man!" ist ein Satz, der von Aktivisten der Behindertenrechtsbewegung in den 1970/80er Jahren geprägt wurde. In ihm drückt sich eine fundamental veränderte Sicht auf "Behinderung" aus: Menschen mit einer Behinderung sind demnach keine bedauernswerten Opfer mehr, die dankbar hinnehmen, was die Gesellschaft ihnen gewährt. Sondern selbstbewusste Akteure, die für ihr Menschenrecht auf Barrierefreiheit, Teilhabe - und immer mehr: Repräsentation - kämpfen.

Behinderungen sind in dieser Sicht kein Defizit, welche am besten medizinisch an die "Norm" angepasst werden, sondern ein Teil menschlicher Vielfalt. Im Workshop soll diese veränderte Sicht theoretisch, aber vor allem praktisch durch Sensibilisierungsaufgaben und Rollenspiele ins Bewusstsein gerückt und reflektiert werden. 

Themen:

  • Grundlagen von Inklusion: Soziales Modell von Behinderung, Behindertenrechtsbewegung gestern/ heute, UN-Behindertenrechtskonvention
  • Sensibilisierungsaufgaben: z. B. mit Rollstuhl und Wheelmap-App unterwegs, mit Sehbehinderungssimulationsbrillen Vorlese-Apps testen
  • Rollenspiele: z. B. "Denkmalstreit" aus dem Online-Handbuch: Inklusion als Menschenrecht